Tomatenfäule

Im September sind alle meine Tomatenpflanzen zerstört worden – Tomatenfäule.

Tomatenfäule ist ein Pilzerkrankung (Pilz: Alternaria solani), die vor allem bei warmem, feuchten Wetter auftritt. Der Pilz greift Tomaten und Kartoffeln gleichermaßen an, daher sollte man die beiden nicht zusammen pflanzen.

SYMPTOME

Der Pilz ist zuerst auf den Blättern (meistens auf den ältesten Blättern) als braune, mehr oder minder runde Flecken zu sehen. Die Flecken sehen wie eine verwelkte Stelle im Blatt aus. Die Flecken breiten sich rasant aus, so dass die Blätter verwelken.

Von den Blätter aus greift der Pilz den Stamm an. Zuerst zeigen sich ovale braune Flecken auf dem Stamm, die sich rasch ausbreiten. Am Ende ist der gesamte Stamm braun. Jede Kraft ist aus dem Stamm gewichen; ist er nicht angebunden, fällt er zu Boden. In diesem Stadium hat man also eine verwelkte Pflanze vor sich.

Sollten bereits Früchte an der Tomatenpflanze sein, sind sie nun auch gefährdet. Zum einen ist der Stiel, der zu den Tomatenfrüchten führt, infiziert und welk. Daher fallen die Tomaten schnell ab.

Zum anderen aber greift der Pilz über den Stiel die Früchte selber an. es zeigen sich kleine hellbraune Punkte auf der Tomate, üblicherweise in der oberen Hälfte in der Nähe des Stielansatzes. Diese Tomaten kann man nicht mehr essen! Im späteren Stadium platzt die Haut der Früchte auf, die Tomaten sind schrumpelig und matschig.

Wenn man an desinfizierten Pflanzen arbeitet, sollten alle Geräte, Hände usw. danach desinfiziert werden. Dies gilt auch für Stangen und Töpfe, wenn man sie im nächsten Jahr für Tomaten wiederverwenden will.

MASSNAHMEN

Im frühen Stadium kann man versuchen, die infizierten Blätter abzuschneiden; hat der Pilz den Stamm erreicht, ist keine Rettung möglich. Die gesunden Tomatenfrüchte können noch schnell abgeerntet werden.

Man kann natürlich auch mit Fungiziden gegen die Tomatenfäule vorgehen. In meinem Gemüsegarten mache ich das nicht. Daher kann ich nicht sagen, bis zu welchem Stadium man damit etwas erreichen kann.

Die Tomatenpflanzen müssen entsorgt werden (Restmüll, verbrennen usw.).Sie dürfen nicht auf den heimischen Kompost gelangen, da der Kompost im eigenen Garten in der Regel nicht heiß genug wird, um die Pilzsporen abzutöten.

Stangen, Töpfe,Tomatenhäuser usw. müssen desinfiziert werden.

Aber: Die Sporen überwintern in der Erde. Pflanzt man im nächsten Jahr Tomaten oder Kartoffeln an denselben Standort, ist die Gefahr für eine erneute Fäule groß.

VORBEUGEN

Luftzirkulation und die Minimierung von Feuchtigkeit sind die Schlüsselfaktoren zur Vermeidung von Tomatenfäule.

Zur Verbesserung der Luftzirkulation sollte man die Tomaten nicht zu eng pflanzen (ca. 60 cm Abstand). Hilfreich ist es, die Pflanzen hochzubinden und immer wieder auszulichten.

Zur Minimierung von Feuchtigkeit stellt man Tomatenpflanzen unter Dach und gießt nur die Erde, nicht die Pflanzenteile. Stehen die Pflanzen im Freien, gibt es aber keinen Schutz gegen warmes, windstilles Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Es gibt inzwischen auch pilzresistente Züchtungen. Ob die funktionieren, weiß ich nicht.

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