Pilz an Lupinen (Anthraknose)

Dieses Jahr habe ich für meinen Staudengarten zehn Lupinen gekauft (Lupinus Polyphyllus Hybride ‚Fräulein‘) und nun der Schock: Zuerst entwickelten sich alle gut, aber dann kränkelten zwei. Sie wuchsen nicht richtig, waren verformt und bekamen braune Stellen.

Und nun bin ich mir sicher – sie haben Anthraknose (Colletotrichum lupini). Die Lupinen stehen eng zusammen und jetzt finde ich gedrehte Stängel auch an früher gesunden Pflanzen.

Auf der Homepage von Jelitto Staudensamen wird der Pilz beschrieben – leider passt das beschriebene Schadbild zu meinen Lupinen.

Bettina Klocke beschreibt in ihrem Wiki-Artikel, dass dieser Pilz in Deutschland erst seit 1995 aktiv ist. Sie macht zudem deutlich, dass der Pilz durch Regentropfen verbreitet wird. In meinem Fall war es noch einfacher: Weil ich nicht wusste, was den Lupinen fehlte, habe ich mit der Schere befallene Stiele abgeschnitten und an gesunden Pflanzen verblühte Blüten abgeschnitten.

Begünstigt hat das Wetter meine Dummheit. Seit ungefähr 14 Tagen ist es hier warm. Der Pilz benötigt, so B. Klocke, Temperaturen zwischen 10 und 30 Grad Celsius; je höher die Temperaturen, desto schneller breitet er sich aus.

 

Lupine-gedreht   

Hier sieht man die wesentlichen Merkmale des Schadbildes perfekt ausgebildet:

  1. Gedrehter Pflanzenstängel
  2. Braune Stellen an den Stielen (sog. Brennflecken)
  3. Insgesamt eine welke Pflanze

Bei den vermeintlich gesunden (von mir höchstpersönlich infizierten) Pflanzen kann man folgende Verformung beobachten: Die Knospen sind verformt und gedreht.

Was aber soll ich nun mit den Pflanzen machen? 

Ausgraben und vernichten?

Alles Grün abschneiden und hoffen, dass sich die Pflanzen nächstes Jahr erholen?

Pilze sind ja häufig sehr schwer zu bekämpfen. Dieses Jahr möchte ich Lupinen säen. Was soll ich dann mit den infizierten machen, damit sich die jungen Lupinen nicht anstecken?

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