Obelisken selber bauen

Ich liebe Pflanzobelisken, weil sie Beeten Struktur und Höhe geben. Mir hat der Obelisk auf dem Heimwerkerportal Selbst.de gut gefallen (Bauanleitung).

Das Projekt begann mit einer Odyssee durch verschiedene Baumärkte, weil es bei uns die angegebenen Vierkantleisten 25×25 mm und 15×10 mm nicht gab. Ich habe mich dann für 22×22 mm und 13×10 mm Leisten entschieden. Alle Teile habe ich im Baumarkt zusägen lassen.

Die Holzkugel mit diesem Durchmesser gab es nur im Internet zu kaufen, aber schließlich hatte ich alles zusammen (man braucht übrigens nur einen Holzdübel, um die Kugel auf dem Obelisken zu montieren).

Die erste Seitenteil des Obelisken habe ich nach Anleitung gebaut, wenngleich ich auf die Fixierstäbe verzichtet habe. Bevor man mit dem Schrauben anfängt, sollte man sich überlegen, wie weit die Beine des Seitenteils auseinander stehen sollen. Ich habe mich für eine Fußweite von 32 cm entschieden.

Da ich dünnere Leisten verarbeitet habe, musste ich vor jedem Schrauben die 13×10 mm Leisten vorbohren – die splittern sofort. Abweichend von der Anleitung war es für mich praktischer, die Leisten nach Augenmaß festzuschrauben, was allerdings bedeutete, dass ich die Leisten nicht in einem Rutsch vorbohren konnte, sondern Schraubloch nach Schraubloch.

Das zweite Seitenteil ging schnell. Auch hier habe ich die Anleitung modifiziert: Ich habe die Leisten für das zweite Seitenteil auf das erste Seitenteil gelegt und das fertige Seitenteil als Modell benutzt.

Mein Versuch, das zweite Seitenteil nach Maß (gemäß Anleitung) zu fertigen, ging völlig schief. Die Querkreuze passten überhaupt nicht zu denen des ersten Seitenteils.

Das dritte und vierte Seitenteil ist noch einfacher. Hier muss man nur noch die Querkreuze verbinden.

Sind die Seitenteile alle miteinander verbunden, ist der Obelisk sehr stabil. Die Spanplatte an der Spitze schützt später natürlich vor Regen, verdeckt aber auch ein bisschen eine unprofessionelle Ausführung. Also, keine Angst, auch handwerkliche Laien können diesen Pflanzobelisken bauen. Mein schönster Moment war, die Holzkugel auf die Holzplatte zu stecken!

Der Pflanzobelisk ist für meinen Weißen Garten bestimmt und deshalb war ich bei den Farben etwas beschränkt. Weiß war mir zu langweilig, grün hingegen passt. Ich habe mich für blassgrün (RAL 6021) entschieden. Ein bisschen viktorianisch vielleicht, aber ich mag’s.

Das Anstreichen ist übrigens der langwierigste Teil des Bastelprojektes. Nur mit einem langen Heizkörperpinsel kommt man an die Rückseite der Querleisten und weil man ganz schön viele Leisten zu streichen hat, braucht man ganz schön viel Farbe.

In der Anleitung werden die Kosten mit EUR 30,00 angegeben. wer, so wie ich, vom Holzdübel bis zu den Leisten alles kaufen muss, sollte eher mit EUR 80,00 rechnen – zumindest, wenn man eine vernünftige Farbe verwendet.

Die Heringe habe ich nach dem Streichen angeschraubt. Hier sollte man aufpassen, dass man Heringe benutzt, die sich am Obelisken befestigen lassen. Nur die Heringe verhindern das Umkippen des Obelisken im Wind und sorgen zudem dafür, dass die Beine nicht so viel Kontakt mit dem nassen Boden haben.

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