Kartoffeln im Sack ernten

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Dieses Jahr habe ich Kartoffeln im Sack angepflanzt, um zu schauen, ob es funktioniert. Ich habe 120 l Laubsäcke genommen, aber jeder normale 120 l Müllsack müsste auch funktionieren. In den Boden habe ich einige Löcher geschnitten für die Drainage. Jeden Sack habe ich ca. 15 cm mit frischer Blumenerde, gemischt mit Kompost gefüllt. Darauf habe ich je drei vorgekeimte Kartoffeln gesteckt (Keime nach unten). Auf die Kartoffeln habe ich nochmals ca. 15 cm Blumenerde-Kompostgemisch gefüllt. Und schließlich das ganze gegossen.

Irgendwann wächst das Kartoffelkraut aus der Erde heraus. Wenn das passiert ist der richtige Zeitpunkt, Kompost auf die grünen Triebe zu füllen. Der Sack ist damit ca. 2/3 gefüllt.

Und zwischendurch das Gießen nicht vergessen – die Säcke sollen nicht austrocknen.

Nach relativ kurzer Zeit ist das grüne Laub erneut durch die Erdschicht gestoßen und nun füllt man die letzte Lage Kompost in den Kartoffelsack (ich habe Kompost genommen, oder, wenn das nicht reichte, ein Blumenerde-Kompostgemisch – Hauptsache die Kartoffeln bekommen genug Nährstoffe).

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Das Kartoffelgrün wächst wieder aus der Erde heraus und nun gießt man die Kartoffeln nur noch regelmäßig und sammelt de Schnecken ab.

Meine Kartoffeln haben sich prächtig entwickelt, blühten auch schön, aber dann kam die Kartoffelfäule. Daran bin ich wohl selber schuld, denn die Säcke habe in die Nähe der letztjährigen befallenen Tomatenpflanzen gestellt.

Insofern musste ich die Kartoffeln frühzeitig aus den Säcken holen. Die Kartoffeln waren noch ziemlich klein, schmeckten aber super. Die Ernte eines Sackes sieht man im Foto unten.

Natürlich kann man sagen, dass diese Methode der Kartoffelzucht ziemlich teuer ist, weil ich frische Blumenerde und Kompost sowie Laubsäcke benutzt habe. Aber das Blumenerde-Kompostgemisch ist längst verarbeitet und die Laubsäcke sind jetzt jede Woche im Einsatz.

Ich werde diese Methode nächstes Jahr wieder anwenden, denn in meinem sandigen, nährstoffarmen Boden hat es bisher mit Kartoffeln noch nie geklappt.

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Was ist nun der Trick dabei? – Das Kartoffelgrün versucht ans Licht zu kommen und daher entwickelt sich ein langer Stengel. An diesem Stengel wachsen seitlich die Kartoffelknollen. Die Ernte erfolgt sozusagen vertikal.

Die Größe der geernteten Kartoffeln richtet sich nach der Anzahl der eingepflanzten Kartoffeln. Pflanzt man 4 oder 5 Kartoffeln in den Sack, werden die Kartoffeln kleiner, weil sie keinen Platz zum Entwickeln haben.

Was sind nun die Vorteile des Sackanbaus?

Mit den Säcken gelingt der Kartoffelanbau überall – ob auf dem Balkon oder bei schlechtem Boden.

Die Kartoffeln sind leicht zu ernten. Einfach den Sack auskippen und die Kartoffeln einsammeln.

Die Ernte ist bei mir allerdings nicht riesig ausgefallen, aber das lag vermutlich an der Kartoffelfäule.

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